Gran Canaria

Gran Canaria ist nach Teneriffa und Fuerteventura die drittgrößte der Kanarischen Inseln und gehört wie die anderen Inseln zu Spanien. Die Inseln bilden das Kanarische Archipel und liegen 210 Kilometer westlich vor der Küste Südmarokkos im Atlantischen Ozean. Die Inseln sind alle vulkanischen Ursprungs. Die höchste Erhebung im Zentrum Gran Canarias ist der 1949 Meter hohe, erloschene Vulkan Pico de las Nieves. Wahrzeichen Gran Canarias ist der 1813 Meter hohe Roque Nublo.

Gran Canaria liegt im Einflussbereich der Passatwinde. Sie werden an den Inselbergen zum Aufsteigen gezwungen und sorgen an deren Nordhängen für zum Teil ergiebige Niederschläge, meist in Form von Nebel. Die Insel ist daher klimatisch in etwa zweigeteilt in den feuchteren Norden und den trockeneren Süden. Die Trockenheit der Südinsel wird durch den Einfluss trockener Winde aus der Sahara noch verstärkt. Wegen der vielen abwechslungsreichen, verschiedenen Vegetationen wird Gran Canaria auch als der "Miniaturkontinent" bezeichnet. Bizarre (Lava-) Felslandschaften, tiefe Täler und Schluchten, die berühmten Dünen von Maspalomas und grosse Bananenplantagen bieten dem Besucher immer wieder ein neues, interessantes Bild.

Im Norden Gran Canarias befinden sich neben der Hauptstadt Las Palmas die meisten größeren Orte (z.B. Arucas, Firgas, Telde). Die Touristenzentren San Agustin, Playa del Ingles, Maspalomas, Puerto Rico, Puerto de Mogan usw. sind dagegen im Süden der Insel gelegen.
Sehenswürdigkeiten findet man in Las Palmas mit seinen historischen Gebäuden, wie z.B. der Kathedrale Santa Ana, der Altstadt und dem Prachtbouleva Calle Mayor de Triana. Im Hinterland findet man das bis zu 2000 m aufragende Bergland, das sich hervorragend zum Wandern eignet.

Der bekannteste Badestrand der Insel ist die Playa de Maspalomas mit den mehreren Meter hohen feinsandigen Dünen. Der gesamte Strandbereich ist etwa 6 km lang. Zugang gibt es nur von beiden Seiten in Maspalomas bzw. Playa del Ingles. Entlang des Strandes kann man auch sehr gut strandwandern.

In den anderen Urlaubsorten im Süden gibt es jedoch meistens nur kleinere Sandstrände.
Besonders beliebt an der Ostküste von Cran Canaria sind die zahlreichen Möglichkeiten zum Surfen.

Die Küche von Gran Canaria kann man als bäuerlich einfach bezeichnen, aber auf einem guten Niveau. Sie ist einfach, deftig, aber von hervorragendem Geschmack, für den auch die meist nur frisch verwendeten Zutaten verantwortlich sind. Ziegen und Schafe liefern die Milch für den sehr aromatischen Käse, als Fleischlieferanten dienen Ziegen, Schafe und Schweine. Natürlich gibt es fangfrischen Fisch und nach wie vor ein Renner ist das heftig bejagte Wildkaninchen, das man in allen Variationen auf den Teller bekommt.